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Wie Sie Ihr Gartenhaus wetterfest machen?

Ein Gartenhaus ist ein Spaß für die ganze Familie. Ob als Domizil im Kleingarten, als Spielplatz für die Kleinen, als Rückzugsgebiet für den Mittagschlaf oder einfach als Geräteschuppen. Dieses kleine Prachtstück sollte Ihnen so lange wie möglich erhalten bleiben! Wie kann ich es wetterfest machen?  Welche jährlichen Arbeiten sind zu verrichten?  Wie habe ich den kleinsten Arbeitsaufwand? Was ist zu tun, um es vor den Launen der Natur zu schützen?

Sie wollen lange etwas von Ihrem Gartenhaus haben? Nehmen Sie sich die Zeit um die folgende Liste durchzulesen, dabei spielt es keine Rolle welchen Typ von Gartenhaus Sie besitzen oder sich anschaffen wollen. Auf Grund der Häufigkeit der Verwendung von Holz als Baustoff, gehen wir hier vermehrt darauf ein. Die unten angeführten Grundregeln gelten natürlich für alle Typen von Gartenhäusern.

Ihr Gartenhaus schon beim Aufbau schützen und gezielt vorbereiten

 

Schon bei der Planung sollten Sie an die zufünftige Pflege Ihres Gartenhauses denken. Ein trockener, leicht zugänglicher Standort eignet sich am Besten. Das Regenwasser sollte leicht abzuführen sein und der Bewuchs sollte genügend Umlüftung zulassen. Sie sollten genügend Abstand zu Mauern oder anderen Grenzen einhalten. Die Bauvorschriften geben Ihnen wertvolle Hinweise. Denken Sie aber stets daran, dass es notwendig sein kann, dass Sie die Wand einmal streichen oder sonstige Arbeiten durchführen müssen. In kleinen Spalten oder unaufgeräumten Nieschen lasst es sich schlecht arbeiten.

Geschütztes-Gartenhaus

Beim Bau sollten Sie Baulücken schnell schließen! Dazu gehört es Wande zügig zu errichten und abzudichten und das Dach fertig zu decken. Vermeiden Sie zusätzlichen Wassereintrag am Holz. Lagern Sie Baustoffe nicht auf loosem Boden (Erde, Rasen, Steinflächen). Schützen Sie Alles mit Folie oder legen Sie Stoßhölzer unter. Optimal wäre es, wenn Sie den Holzschutz vor dem Aufbau auf alle Holzteile auftragen. So ist garantiert, dass Sie jede Oberfläche erreichen, auch die, welche durch andere Bauteile (Schaniere, Stoßhölzer, Dach) später verdeckt werden.

Lüften Sie Ihr Gartenhaus regelmäßig

 

Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, Durchlüftung ist für ein Gartenhaus immer oberstes Gebot. Ob Sie sich nun oft oder wenig darin aufhalten. Ein regelmäßiger Luftaustausch tut Ihrem Gartenhaus gut und ist wie „einmal tief durchatmen“. Das Klima und die Luftfeuchtigkeit bzw. die Temperaturen sinken und steigen täglich. In diesem natürlichen Spiel von Wärme und Kälte kommt es zu Kondensation von Wasser. Es bilden sich kleine Tröpfchen  die sich in Ecken oder Spalten niedersetzen. Dies ist zunächst ungefährlich und ganz und gar naturlich.

Findet aber kein Luftaustauch statt, kann sich die Feuchtigkeit anreichern und sogar in Kombination mit Staub zu Schimmelpilzbefall führen. Aufgrund des Klimaunterschieds (Innen trocken und warm, Außen nass und kalt) dehnen sich die Innen- und Außenseiten des Holzes unterschiedlich aus. Wenn Sie nicht regelmäßig lüften und das Klima „angleichen“ werden sich Risse bilden und das Holz kann sich stark verziehen. Als Lüftungsmethode hat sich das „Stoßluften“ als die bewährteste herausgestellt. Öffnen Sie alle Fenster und Türen komplett für 5 bis 10 Minuten. Vermeiden Sie angekippte Fenster und Türen.

Schließen Sie alle Türen, Fenster und Öffnungen

 

Dies ist wohl die wichtigste Regel in einem Gartenhaus und das aus folgenden Gründen.

  1. In Ihrem Gartenhaus fühlen nicht nur Sie sich wohl! Wenn Sie für längere Zeit Ihr Objekt verlassen und das Fenster ist angekippt, haben Einbrecher leichtes Spiel. Ein halb offenes Fenster bietet auch nur halb so viel Schutz vor Einbruch wie ein Geschlossenes. Bedenken Sie auch, dass Flugtiere (Fledermäuse, Vögel) und Nager (Mäuse, Ratten...) solche Schlupflöcher geradezu anziehend finden. Wochen später finden Sie dann bloß ihre Hinterlassenschaften vor (Kot, Löcher, Essensreste) und stellen fest, dass Sie Ihr geliebtes Gartenhaus nicht mit Respekt behandelt haben.Geschlossenes-Fenster-im-Gartenhaus
  2. Ein offenes Fenster ist immer ein Kondensationspunkt. Das bedeutet, es bildet immer eine Grenze zwischen Wärme und Kälte ( Feuchtigkeit und Trockenheit). An dieser Stelle kondensiert die Luft und bildet Wassertropfen. Wenn das Fenster nun geöffnet ist, kann das kondensierte Wasser leicht in das betreffende Holz eindringen und es zum Aufquellen bringen. Das Holz verzieht sich. Es kann so weit gehen, dass die Tür/ das Fenster gar nicht mehr zu schließen geht. Das ohnehin schon gestresste Holz fängt wegen dem zusätzlichen Feuchtigkeitseintrag schneller an zu verrotten! Schimmel, Verfärbungen und Risse konnen Sie nun nicht mehr rückgängig machen.
  3. Durch offene Fenster oder Türen kann es leicht reinregnen. Ein kräftiger Regenguss oder länger andauernde Schlechtwetterphasen können so viel Regenwasser in das Innere ihres Gartenhauses spühlen, dass unreparable Schäden entstehen. Wird der Schaden nicht gleich bemerkt, ist es so gut wie vorprogrammiert, dass das verdunstende Wasser zusätzliche Schimmelbildung anregt.

Entfernen Sie regelmäßig Schnee, Blätter und Äste vom Dach

 

In regelmäßigen Abständen sollten Sie das in Ihrem Terminkalender vermerken. Es nimmt meistens nur wenige Minuten in Anspruch, aber bringt sehr viel Nutzen. So ist gewährleistet, dass keine Abflüsse verstopfen und das Regen-/ Tauwasser abfließen kann. Auch Stauwasser auf dem Dach, zum Beispiel in Blätterhaufen, kann so nicht unter die Dachbahnen gelangen und keinen Schaden anrichten. Der Schnee birgt zusätzliches Risiko durch sein Gewicht und kann so die Dachkonstruktion verbiegen. Die einzelnen Eiskristalle können auch die Abläufe verstopfen.

Blätter-auf-dem-Dach-im-Gartenhaus

Bitte ölen Sie Schaniere und Schlösser

 

Fenster und Türen bilden den Zugang zur Außenwelt und sind oft mit Tauwasser belastete Stellen. Dadurch können Metalle besonders leicht korrodieren (rosten). So bilden sich hässliche Verfärbungen und in den großen Poren des rostenden Metalles lässt sich leicht Wasser speichern, was nur wieder zusätzlich zum Verfall des Holzes beiträgt. Also entfernen Sie Rost gründlich und sorgen Sie mit einem leichten Ölfilm dafür, das es nicht so weit kommt. Sie sollten säurefreie Bioöle verwenden.

Verbindungen zu anderen Materialen prüfen

 

Die Worte „Holz lebt“ haben Sie bestimmt schon oft gehört. Holz dehnt und streckt sich im Gegensatz zu anderen Baustoffen viel mehr. Deshalb sind Verbindungen mit anderen Baustoffen immer kritische Stellen, die Sie regelmäßig inspizieren sollten. Dazu gehören beispielsweise Schaniere, Glas, Abwasserrohre, Wasserleitungen, Winkelschaniere, Nagelbänder und vieles mehr. Finden Sie an den Schwachstellen Verfärbungen, Schimmel oder  lose Teile sollten Sie sie nachbessern oder fachkundige Hilfe suchen.

Außenwände frei halten

 

Rings um das Gartenhaus sollten Sie den Bewuchs auf ein Mindestmaß beschränken. Es sollten keine Äste dauerhaft am Haus sein, weil Sie das Holz zerkratzen und Verfärbungen hinterlassen, auch die Umlüftung ist dann nicht mehr gewährleistet. Hecken und Sträucher sollten einen mindestabstand von 40 cm beibehalten. Auch sollte dem Rasen die Möglichkeit genommen werden bis an den Boden Ihres Gartenhauses zu wachsen.

Regenwasserabfluss gewährleisten

 

Der Abfluss sollte nicht nur vom Dach gewährleistet werden, sondern es sollte grundsätzlich verhindert werden, dass sich auch bei schweren Regenfallen das Wasser zurückstaut. So können sich Nähte an Verbindungen öffnen und das Wasser gelangt an Ihre Hauswand. Auch kann sich Nässe im Boden ansammeln oder Pfützen gelangen bis ans Holz. Auch das herabprasselnde Wasser sollte auf festen Kies oder Steine treffen, damit es nicht an die Hauswand spritzt. Die Kontamination des Spritzwassers mit Erde sollte unbedingt vermieden werden, weil die Säure im Boden das Holz zusätzlich angreift.

Regenwasserabfluss-im-Gartenhaus

Bitte prüfen Sie die Eckverbindungen

Eckverbindungen sind kritische Stellen, weil Holz natürlicherweise an den Stirnseiten zu Rissbildung und Verzug neigt. So bilden sich in Kombination mit anderen Hölzern offene stellen. So haben Sie Wärmebrücken, die sich wiederum mit Schwitzwasser anreichern. Diese sollten Sie mit geeignetem Materialien  (z.B. Silikonen, Deckleisten, Dämmmaterialien) verschließen. Erkundigen Sie sich bei einem Experten.

Auf undichte Stellen Untersuchen

 

Alle undichten Stellen (Spannungsrisse, Wanddurchbrüche, Leitungen, Bohrlöcher) sind potentielle Wärmebrücken und Zugänge für Ungeziefer. Prüfen Sie regelmäßig auf Spuren wie Segemehl, Fäule und Verfärbungen. Ansonsten können sich Pilze oder andere Schädlinge wohl fühlen und dem Haus schaden.

Wände nicht dauerbelasten

 

Je nach Konstruktion sollten Wände von Gartenhäusern nicht dauerbelastet werden. Dabei sind zu berücksichtigen, dass es einen Zusammenhang zwischen Gewicht und Wandstärke gibt. Da Holz ständig Wasser aufnimmt und abgibt, quellen die Fasern auf und ziehen sich zusammen. In diesem Wechselspiel kann Gewicht fatale Folgen haben und unreparable Schäden anrichten. So kann beispielsweise eine schwere Blumenampel eine Hauswand dauerhaft verziehen. Dieser Schaden ist nicht reparierbar! Auch Boxen oder Fernseher sollten mit zusätzlichen kraftverteilenden Maßnahmen versehen werden, damit die Kraft nicht nur an einem Punkt wirkt.

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