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Was müssen Sie tun, um Ihr Gartenhaus vor Schädlingen zu schützen?

Ein Gartenhaus bietet Schutz vor dem Wetter, einen trockenen, sicheren Raum und ist damit ein kleines Zuhause mitten im Garten. Leider gilt das auch für alle möglichen anderen Lebewesen, die das Gartenhaus aus Holz im Garten schnell entdecken und in die sonst willkommene Natur des Gartens mit eingliedern.

Daher ist es eigentlich auch nicht richtig von „Schädlingen“ zu sprechen. Das Gartenhaus ist aus einem natürlichen Material gebaut und daher Teil der Natur und prädestiniert dafür, von der Natur zurück erobert zu werden, außer wenn wir das verhindern, weil wir das Gartenhaus eben ausschließlich für uns selbst haben möchten. Daher fassen wir hier für diesen Artikel einmal alle möglichen Naturbewohner von Pilzen über Mäuse bis zu Mücken unter diesem Oberbegriff zusammen.

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Die einfachste Art, das Holz der Gartenhäuser selbst zu schützen, ist natürlich Trockenheit, die ein natürliches Konservierungsmittel für alle organischen Materialien ist, seien es nun Kräuter, Trockenobst oder eben ein Gartenhaus aus Holz. Also sind ein trockener Boden auf gut drainiertem Untergrund, ein dichtes und funktionstüchtiges Dach am besten mit Regenrinnen, um Spritzwasser zu vermeiden und ein gut imprägniertes Holz auf den Außenseiten, wo der Wind häufig Regen auf die Außenwand weht, die ausschlaggebenden Maßnahmen, um die Trockenkonservierung Ihres Holzes zu gewährleisten.

Holzschädlinge brauchen Feuchtigkeit im Gartenhaus

Anders als beispielsweise in den Tropen, ist ein Gartenhaus aus Holz hierzulande auch durch die kalten Temperaturen im Winter geschützt. Die dort so gefürchteten Termiten finden wir also hier überhaupt nicht. Unter den einheimischen „Holzfeinschmeckern“ sind besonders der Hausbockkäfer und der allgemeine Holzwurm zu nennen, die beide Nadelhölzer befallen, aus denen die meisten professionell hergestellten Gartenhäuser gefertigt sind.

Andere Insekten, die Holz schädigen, wie die Holzwespe oder der Splintholzkäfer befallen nur Laubhölzer und Frischholz.

Der sogenannte Holzwurm ist gar kein Wurm sondern ein Käfer, dessen Larven allerdings Holz fressen, woher er seinen Namen hat. Der dunkelbraun gefärbte Käfer wird ausgewachsen 3-5mm lang. Seine weißen Larven hinterlassen oft charakteristische Häufchen von Bohrmehl, die aussehen wie feines Sägemehl. An diesen Bohrlöchern erkennt man auch den Befall.

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Er befällt bevorzugt Splintholz, als das wasserreichere und etwas weichere Holz zwischen der Rinde und dem Kern. Die gute Nachricht für Sie, wenn Sie Ihr Gartenhaus vorbildlich trocken halten: Er braucht eine gewisse Feuchtigkeit, sonst lässt er das Holz lieber „links liegen“.

Der Hausbockkäfer wird bis zu 2,5 cm lang. Die Färbung ist dunkelbraun bis schwarz mit weißen Flecken auf den Flügelpanzern. Die holzfressenden Larven werden sogar bis zu 3cm lang und fressen ihre Gänge knapp unter der Oberfläche. Daher kann man einen Befall auch durch einen Klopftest erkennen, wenn sich das Holz hohl anhört.

Auch hier finden sich Bohrmehlhäufchen im Gartenhaus und es sind Löcher mit 1-2mm Durchmesser sichtbar. Außerdem kann man ihn in stillen Momenten nagen hören. Auch er befällt nur Splintholz.

Holzschädlinge im Gartenhaus sollten unbedingt bekämpft werden

In einem trockenen Gartenhaus dürften die genannten Holzfresser nur selten vorkommen aber wenn man sie einmal hat, dann sollte man sie auch bekämpfen. Im Gegensatz zu den ausgewachsenen Käfern können die Larven auch mehrere Jahre lang leben. Daher ist nach einer Bekämpfung von Zeit zu Zeit zu prüfen, ob die Bekämpfung wirklich alle Larven abgetötet hat oder ob noch welche übrig sind.

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Wenn Sie bei der Bekämpfung auf Nummer sicher gehen möchten, beauftragen Sie einen Fachmann. Man muss die meisten Pestizide in jedes Loch einzeln einspritzen. Es gibt Spraydosen mit entsprechenden Aufsätzen.

Für eine breite Bekämpfung eignet sich alles, was den Schädlingen schadet aber das Holz nicht angreift. Von Isopropanol über Petroleum, von Essigsäure bis hin zu Diesel. Der Geruch im Gartenhaus wird dadurch nicht schöner aber Sie können sich damit trösten, dass alles, was da so stinkt auch den Schädlingen stinkt und zwar gewaltig. Der Geruch wird sich nach einiger Zeit verziehen, die meisten Schädlinge werden abgestorben sein und für Sie gilt es dann, die Ursache der Feuchtigkeit, die den Schädlingen das Leben erst ermöglicht hat, herauszufinden und abzustellen.

Auch eine thermische Bekämpfung ist möglich. Dazu sollten Sie aber nicht nur das Holz oberflächlich abflämmen, sondern von beiden Seiten so stark erhitzen, dass die Temperatur auch im inneren auf über 55° Celsius ansteigt. Bei ausreichender Sonnenbestrahlung kann man das auch erreichen, indem man das befallene Holz in schwarze Folie einpackt.

Eine Vorbeugung gegen Holzschädlinge erreichen Sie durch eine Imprägnierung des Holzes.

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Auch gegen verschiedene Arten von Pilzen, die als Bläuepilze bekannt sind, schützt Trockenheit. Man kann aber auch vorbeugend Holzschutzmittel mit Bläueschutz einsetzen.

Wie beugen Sie gegen Mitbewohner im Gartenhaus vor?

Mitbewohner bringen Feuchtigkeit ins Gartenhaus. Alle Tiere brauchen Wasser und scheiden es auch wieder aus. Wenn sie das im Gartenhaus tun, dann kann das zu Feuchtenestern führen, die dem Holz schaden. Das können die Silberfischchen oder Ameisen unter den Topfschalen sein, Kakerlaken oder Mäuse. Eine Möglichkeit, das Gartenhaus für Insekten weniger attraktiv zu machen sind verschiedene Pflanzen, die Sie sogar im eigenen Garten ziehen können wie Lavendel, Pfefferminze oder auch Chilipulver. Man kann die Öle auch in konzentrierter Form kaufen und dort ausbringen, wo man Wege oder Aufenthaltsorte vermutet.

Eine generelle Empfehlung gilt für alle tierischen Mitbewohner: Wo es nichts zu holen gibt, da ist es eher uninteressant. Also lassen Sie nichts herumliegen, was diesen Mitbewohnern als Nahrung dienen könnte und halten Sie das Gartenhaus sauber.

Ein andere Empfehlung wäre die, möglichst wenig Gegenstände auf dem Holzboden des Gartenhauses zu lagern. Bauen Sie stabile Holzregale, auf denen Sie selbst schwere Gegenstände wie Schirmständer, Tontöpfe oder Säcke mit Erde, Kompost, Kalk oder Zement aufbewahren können und halten Sie den Boden selber möglichst frei.

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Wir empfehlen immer einen gut unterlüfteten Boden. Dort können sich natürlich auch Tiere zwischen dem Boden oder Fundament und dem Unterboden einnisten. Sie können die Zwischenräume zwischen den untersten Wandbohlen und dem Fundament mit Lochplatten oder engmaschigem Hasendraht verschließen.

Mücken halten Sie fern mit Mückengittern vor den Fenstern und einer Mückentüre im Eingang.

Lassen Sie die Fensterschräge nicht über längere Zeit offen stehen, sonst haben alle möglichen Mitbewohner einen leichten Zugang.

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