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Gartenhäuser bauen: Wann ist richtige Zeit, das Fundament zu legen?

Gartenhäuser profitieren auf verschiedene Weisen von Fundamenten. Die richtige Zeit, ein Fundament für Gartenhäuser zu gießen wäre demnach am besten ganz am Anfang, noch bevor Sie es bauen oder bestellen. Dafür eignen sich die Monate Mai bis Oktober, in denen keine stärkeren Fröste zu erwarten sind und wenn das Wetter noch nicht so heiß ist, dass es Spaß macht, draußen schwer zu arbeiten, um so besser. Immerhin ist sowohl das Graben als auch das Arbeiten mit Beton etwas, bei dem man auch bei kaltem Wetter ins Schwitzen kommen kann.

Man unterscheidet Punktfundamente, Streifenfundamente und Plattenfundamente. Für Gartenhäuser sind alle drei Arten von Fundamenten nützlich.

Wir möchten jedoch schon jetzt darauf hinweisen, dass Gartenhäuser in Deutschland praktisch überall nur bis zu einer gewissen Größe genehmigungsfrei sind und dass Fundamente, so nützlich sie für die Lebensdauer und Wetter- insbesondere Sturmfestigkeit - der Gartenhäuser auch sein mögen, oft dazu führen, dass selbst Gartenhäuser aus holz, die von der Größe her nicht genehmigungspflichtig sind, mit Fundament dann plötzlich doch eine Baugenehmigung brauchen.

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Da das Fundament die Sicherheit und Lebensdauer aber nennenswert verbessert, bleibt nur zu hoffen, dass die zuständigen Stellen in dieser Frage möglichst schnell umdenken, denn solche Verordnungen sollten normalerweise der Allgemeinheit nützen und nicht schaden.

Gartenhäuser ohne Fundamente sind bei Sturm gefährdet 

Vielleicht wegen dieser Bauvorschriften verzichten viele bei ihrem Gartenhaus auf ein Fundament und legen die Gartenhäuser praktisch auf ein paar Bausteine oder Ziegel auf den flachen Boden. Etwas Abstand vom Boden ist sicher gut, damit der Boden der Gartenhäuser gut unterlüftet ist, aber dieser Abstand vom Boden bedeutet auch, dass bei Sturm der Wind darunter kommt und es kommt vor, dass bei starken Stürmen, die im Moment tendenziell in Deutschland an Heftigkeit eher zunehmen, Gartenhäuser, wie große Holzwürfel durch die Gärten gerollt werden; jedenfalls bis sie kaputtgehen und ab dann werden nur noch Einzelteile durch die Gegend geweht. Die lebensgefährlichen Risiken und Sachbeschädigungen, die dadurch entstehen können, kann sich jeder selbst vorstellen.

Diese Holzgebäude haben eben einfach weniger Gewicht als vergleichbare Steinbauten und es kann vorkommen, dass ihr Eigengewicht alleine bei einem starken Sturm nicht ausreicht, um sie auf dem Boden zu halten.

Gegen dieses Risiko hilft, die Gartenhäuser mittels starker Metallverbindungen an den tragenden Teilen in Punktfundamenten, die sich leicht unter den Gehwegplatten, die die Grundfläche der Gartenhäuser bedecken, verstecken lassen, zu verankern. Je nach Bauart sollten die Gartenhäuser an vier Stellen verankert sein und die Wände durch senkrechte Sturmanker, die die waagerechten Nut und Feder Wandbohlen mittels Rutschverbindungen zusammenhalten, gesichert sein.

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Es nutzt nichts, die jeweils untere Bohlenreihe zu verankern, wenn durch die Sogwirkung einer Windhose die Oberteile dann unter Lösung der Nut und Feder Verbindungen abreißen und dann bodenlos durch die Gegend wehen. Senkrechte Anker halten die Wände zusammen und auch das Dach braucht dann eine gute Befestigung, am besten mit Metallwinkeln, damit es sich nicht alleine auf die Reise macht.

Vier bis sechs Punktfundamente verankern die Gartenhäuser unauffällig

Vier Punktfundamente von nur einem Meter Tiefe und sagen wir mal durchschnittlich 40cm Kantenlänge bringen schon ein beträchtliches Gewicht auf die Beine, dass man von einer guten Verankerung sprechen kann und sie können so tief unter der Oberfläche enden, dass sie danach unter den Gehwegplatten verschwinden.

Natürlich kann man diese metallischen Sturmanker dann auch gleich nutzen um einen Blitzableiter daran zu erden.

An dieser Stelle sollte man erwähnen, dass auch das Eigengewicht der Gartenhäuser nicht nur von der Größe, sondern insbesondere auch von der Wandstärke abhängt. Eine Wandstärke von mindestens 40mm sorgt nicht nur für eine längere Lebensdauer, eine bessere Isolierung gegen Wärmeverlust und Schall und eine erhöhte Sicherheit gegen Einbruchsversuche oder Beschädigungen, sondern erhöht auch das Eigengewicht und damit die Standfestigkeit bei Stürmen. In allen Fällen, wo die Gartenhäuser auch wenigstens teilweise bewohnt werden sollen, sind mindestens 70cm starke Wandbohlen – dann am besten mit Doppelnut und Feder – wegen der hervorragenden Isolierungseigenschaften zu empfehlen.

Mindestanforderung: Gute Drainage

Gartenhäuser sollten sowieso immer auf gut drainiertem Untergrund gebaut werden, um die Einflüsse der Bodenfeuchtigkeit möglichst gering zu halten. Eine Mindestmaßnahme, die Sie ergreifen können, wenn ein gut sichtbares erhöhtes Fundament für Sie nicht in Frage kommt, wäre ein drainiertes Schotterbett. Dafür wird die Grundfläche flach ausgehoben, drainiert und dann mit Schotter gefüllt. Das Ganze sollte möglichst etwas erhoben sein, oder wenn es auf geneigtem Gelände entsteht mit einem oder zwei Abläufen zur Talseite. Auch bei starkem Regen sollte unter dem Gartenhaus kein Wasser stehenbleiben.

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Auch das Auslegen der Fläche mit Gehwegplatten ist eine Möglichkeit. Diese könnten auch die Grundfläche des Gartenhauses überschreiten und eine Terrasse vor dem Gartenhaus bilden. In beiden Fällen sorgen Sie dafür, dass eine Belüftung des Bodens von unten stattfindet. Punktfundamente zur Sturmverankerung, wie oben beschrieben lassen sich auch unter Schotter unauffällig verstecken.

Erhöhte Fundamente schützen die Gartenhäuser vor Wettereinflüssen

Für Gartenhäuser bei denen die Sichtbarkeit eines Fundamentes keine Rolle spielt, weil sie etwa unterkellert sind oder weil für sie wegen der Größe oder geplanten Nutzung, etwa als Wohnraum, Büro oder zur Vermietung, sowieso eine Baugenehmigung beantragt werden muss, empfiehlt es sich, die Gartenhäuses auf zwischen 30 bis 60cm (an der Talseite auch mehr) von der Bodenfläche erhöhte Fundamente zu setzen. Dort gibt es auch die Möglichkeit, besonders großzügige Dachüberstände zu planen, die Niederschläge gut von den oberen Wänden fernhalten. Die unteren Wandbohlen sind erfahrungsgemäß immer besonders gefährdet, weil sie sowohl den Regen, als auch die Bodenfeuchtigkeit abbekommen.

Wenn nun schräg einfallender Regen und das oft mit Schmutz getränkte Spritzwasser an den Betonfundamenten klebt und die untersten Wandbohlen erst in größerem Abstand darüber anfangen, dann haben Sie diese Problemzone recht erfolgreich entschärft.

In diesen Fälle würde sich auch ein Plattenfundament mit einer leichten Neigung anbieten, so dass Wasser, welches doch mal darauf gerät gleich abfließt. Eine andere Möglichkeit wären niedrige Mauern, vielleicht sogar dekorativ aus Naturstein, die zumindest auf der Wetterseite von den unteren Bohlen außen so überdeckt werden, dass kein Wasser eindringen kann.

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