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Dinge, die beim Kauf eines Gartenhaus beachtet werden müssen

Gartenhäuser sind in der Regel sehr geräumig und zaubern eine gemütliche Atmosphäre. Holzhäuser sind nicht nur wunderschön, sie bieten auch absoluten Wohnkomfort und Nachhaltigkeit.

Auf der ganzen Welt sind Gartenhäuser aus Holz beliebt und es gibt viele Vorteile, was der Grund ist, dass so viele Menschen aus ganz verschiedenen Kulturen sich für Holz-Gartehäuser entscheiden. Natürlich gibt es auch ein paar Nachteile bzw. Dinge, die zu beachten sind, bevor man sich für den Kauf eines Gartenhauses entscheidet.

Das Gartenhaus aufzustellen, ist dank Bausatz-Lösungen für Hobby-Handwerker machbar. Allerdings gibt es noch vieles zu beachten, das für die Haltbarkeit des Häuschens entscheidend ist. Wer bei der Planung des Häuschens Fehler macht, den kann das später sehr teuer zu stehen kommen.

Wann braucht man für Gartenhäuser eine Genehmigung?

Schon beim Aussuchen des Häuschens gilt es einiges zu beachten. Je nach Bundesland braucht man eventuell eine Genehmigung. Ein Blick in die Landesbauordnung ist unerlässlich. Um sicher zu gehen, ob die Gemeinde nicht noch eigene zusätzliche Auflagen hat, sollte man sich beim örtlich Bauamt erkundigen.

Die Beratung im Bauamt ist kostenlos und unverbindlich. Am besten nimmt man die Planzeichnungen für das Gartenhaus mit. Da Gartenhäuser gerne an den Rand des Grundstücks gestellt werden, sollte man auch den Nachbarn unbedingt in seine Planungen einbeziehen.

Welche Wandstärke für welches Gartenhaus?

Abhängig von Standort und Einsatzzweck muss man die richtige Wandstärke wählen. Die meisten angebotenen Gartenhäuser sind in Stärken von 19 bis 100 Millimetern erhältlich. Dient das Häuschen als Rückzugsort für Familie und Freunde, sollte auf dickere Wandstärken ab 40 Millimeter zurückgegriffen werden. Das gilt vor allem für Gartenhäuser, die stark dem Wind und Wetter ausgesetzt sind.

Wichtig ist, welche Anforderungen das Gartenhaus später erfüllen soll. Will man einen besseren Geräteschuppen oder ein kleines Wochenend- oder Ferienhäuschen? Wie viel Geld möchte man ausgeben? Eine einfaches Gartenhaus aus Holz gibt es schon für ein paar hundert Euro. Je höher die Ansprüche an Größe und Komfort sind, desto höher ist der Preis.

Wo steht das Gartenhaus am Besten?

So wichtig die Wirkung des Gartenhauses ist, bei der Standortauswahl sollten Heimwerker auch die Haltbarkeit berücksichtigen. Die Hütte muss auch vor anhaltender Feuchtigkeit geschützt werden, da sonst das Holz schneller angegriffen wird. Ein Platz in der Sonne ist also besser als ein schattiges Örtchen mit großem Baumbestand.

Braucht das Gartenhaus ein Fundament?

Ist der Platz für die Hütte gefunden, kann man mit dem Fundament loslegen. Abhängig von der Boden- und Geländebeschaffenheit sowie der Grundfläche des Gartenhauses kann die Gründung mit einer Betonplatte, einem Streifenfundament oder auf Gehwegplatten erfolgen.

Wichtig ist, dass die unterste Holzschwelle oder die Pfosten sich nicht im Erdreich befinden und gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden abgesichert sind. Ein Streifen Teerpappe als Sperrschicht kann das Gartenhaus perfekt abdichten.

Um das Fundament für Gehwegplatten anzulegen, muss der Boden, auf dem das Gartenhaus errichtet wird, zunächst etwa 30 Zentimeter ausgehoben werden. Die Grube füllt man mit grobem Splitt, der anschließend verdichtet wird.

Damit die Steinplatten eben liegen, werden sie in eine Schicht aus feinem Kies oder Sand gebettet. Bei einem Streifenfundament werden nur die Außenwände auf Betonstreifen gestellt. Für die Streifen muss der Beton allerdings etwa 60 Zentimeter tief gegossen werden.

Um für den restlichen Untergrund sicherzustellen, dass der Boden des Gartenhauses dauerhaft trocken bleibt, sollte Rasen vorher entfernt, das Erdreich mit einer Kunststofffolie abgedeckt und schließlich für eine gute Belüftung des Raums zwischen Erdreich und Boden des Gartenhauses gesorgt werden.

Dafür sorgen die Hohlräume zwischen den Balken, die als Unterlage für die Bodenbretter dienen. Diese sollte man nicht vollständig verschließen, sonst kann die Feuchtigkeit nicht abziehen – Schimmel droht.

Die Blockbohlen des Gartenhauses lassen sich einfach zusammensetzen

Für die eigentliche Konstruktion, also die Blockbohlen oder die Pfosten des Gartenhauses, eignet sich besonders Fichte als preiswertes Holz. Bei der Außenbekleidung hingegen gibt es eine Palette an möglichen Holzarten – von Lärche über Kiefer bis hin zu Douglasie.

Bei den meisten Fertigbausätzen handelt es sich um Blockbohlenhäuser. Die einzelnen Holzbretter werden ganz einfach ineinander gesteckt. Je nach Dicke der Bohlen greifen ein bis drei Nuten ineinander. So bleibt das Gartenhaus auch dicht, wenn sich das Material setzt. Ein großes Problem bei Gartenhäusern aus Holz sind nämlich Setzungserscheinungen.

Durch Temperaturschwankungen und das Eindringen von Feuchtigkeit schwindet das Material oder es quillt auf. Damit Tür und Fenster nicht irgendwann klemmen, sollten bei den übereinander geschichteten Blockbohlen oben ein paar Zentimeter Luft gelassen werden.

Es wird zu einem großen Dachüberstand geraten. Der Vorteil ist hier der Folgende: Je größer der Dachüberstand ist, umso mehr ist das darunterliegende Wandbauteil vor Witterungseinflüssen geschützt.

Was muss man beim Anstrich eines Gartenhauses genau beachten?

Um Schimmel und Fäulnis bei Gartenhäusern aus Holz vorzubeugen, ist es ratsam, die Einzelteile mit einer Grundierung zu behandeln, die das Holz gegen Feuchtigkeit und andere Witterungseinflüsse schützt.

Damit die Grundierung auch alle Ritzen erreicht, sollte man sie vor dem Aufbau auftragen. Der endgültige Anstrich kann dann am fertig gebauten Gartenhaus erfolgen.

Mehrwert für das Dach

Bei vielen Bausätzen wird als Dachbedeckung bestenfalls Dachpappe mitgeliefert. Zusätzliche Schindeln oder Wellplatten sehen nicht nur besser aus, sie sind auch standhafter bei Wind und Wetter. Wer zusätzlich noch eine Regenrinne anbringt, kann das Regenwasser in einer Zisterne sammeln und zum Bewässern der Pflanzen nutzen.

Braucht das Gartenhaus eine Versicherung?

Wer auf seinem Grund und Boden ein Gartenhaus baut, muss das Häuschen in der Regel nicht extra versichern. Nebengebäude auf einem Grundstück sind über die Wohngebäudeversicherung mit geschützt.

Die Innenausstattung des Gartenhäuschens wiederum ist meist über die Hausratversicherung abgedeckt. Besitzer eines Schrebergartens sollten dagegen mit ihrem Versicherer abklären, ob der dorthin ausgelagerte Hausrat mit versichert ist.

In jedem Fall ist eine Wohngebäudeversicherung auf dem Gartengrundstück nicht mehr wirksam. Für Lauben in Schrebergärten gäbe es jedoch spezielle Versicherungsangebote.

Was generell eigentlich klar und doch zu beachten ist: Für die Beleuchtung oder den Anschluss elektrischer Gartenwerkzeuge braucht das Gartenhaus einen Stromanschluss. Wenn Sie auch darin wohnen möchten oder Gäste beherbergen möchten, dann brauchen Sie Wasseranschlüsse und Abwasserleitungen. Holz ist ein höchst flammbares Material, bedenken Sie auch das. Holz kann bei schlechter Imprägnierung auch Ungeziefer anziehen.

Wenn Sie all dies beachtet haben, dann können Sie nun loslegen und sich Ihren Traum nach einem wunderschönen Gartenhaus erfüllen.

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