Bereiten Sie Ihr Gartenhaus aus Holz auf die Winteraktivitäten vor

Gartenhäuser aus Holz wurden lange nur während der Sommermonate genutzt. Damals hießen sie noch Gartenhütte, Gartenlaube oder einfach Holzhütte. Mittlerweile heißen sie Gartenlounge, Gartensauna, Gartenbüro oder privates Fitnesszentrum, was natürlich eine Evolution in der Nutzung indiziert aber auch verdeutlicht, dass sich die durchschnittliche Käufer von Gartenhäusern heutzutage nicht mehr damit zufrieden geben, ihr Gartenhaus während sechs von zwölf Monaten einfach nur ungenutzt herumstehen zu lassen.

Gartenhäuser zu kaufen repräsentiert eine der einfachsten und preiswertesten Wege, Wohn- oder Lagerraum zu schaffen aber ein Gartenhaus, welches für Indoor-Aktivitäten geeignet ist – also in einer geeigneten Größe ab etwa 15 bis 20m2 – ist trotzdem für die meisten noch eine durchaus ins Gewicht fallende Investition, die dann auch so gut wie möglich – und das heißt rund ums Jahr - ausgenutzt werden sollte.

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Also wenn Ihr Gartenhaus bis unter den Dachrand mit – nennen wir es mal – „Lagergut“ voll steht, dann brauchen Sie den folgenden Artikel nicht zu lesen, denn er wird sich mit Möglichkeiten beschäftigen, Gartenhäuser, insbesondere Gartenhäuser aus Holz während des Winters aktiv zu nutzen.

Wenn Sie doch weiterlesen, bekommen Sie vielleicht eine Anregung, mal etwa wegzuschmeißen, ein paar herbstliche Flohmärkte zu nutzen, um noch etwas zu veräußern, ein paar alte Möbel oder was immer Sie Brauchbares im Gartenhaus haben zu spenden, auf Internethandelsplattformen zu verkaufen, woanders zu lagern oder einfach mal neue Lagermöglichkeiten, wie Regale, Truhen oder Speicher zu errichten und etwas mehr Platz durch Aufräumen zu schaffen, so dass auch Sie Ihr Gartenhaus im Winter nutzen können.

Gartenhäuser aus Holz bieten beste Voraussetzungen für eine wintertaugliche Isolierung 

Gerade selbstgebaute Gartenhäuser werden oft aus viel zu dünnem Holz gebaut, welches über ein Balkengerüst genagelt wird, während professionelle Anbieter meist Gartenhäuser im Blockbohlenbau anbieten, bei dem Blockbohlen horizontal übereinander geschichtet werden, die oft schon für eine Wärmedämmung sehr gute Wandstärken von etwa 40mm und mehr erreichen.

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Einige Hersteller bieten sogar bereits vorisolierte Gartenhäuser in doppelschaliger Bauweise an. Wenn die Wände beispielsweise aus zwei Blockbohlenwänden von je 44mm Wandstärke und dazwischen einer 10cm starken Dämmschicht bestehen, dann bekommen Sie Wände mit Dämmwerten, die gut für ein Niedrigenergiehaus geeignet sind.

Der Grund liegt darin, dass eben schon Holz an sich ein hervorragender Wärmedämmstoff ist, wo eine nur 70mm starke Schicht die Wärmedämmung einer 42cm dicker Mauer erreicht. Deswegen sind Holzhäuser in nördlichen Breiten so beliebt und deswegen bieten gerade Gartenhäuser aus Holz die besten Voraussetzungen für eine Nutzung im Winter.

Gut isolierte Gartenhäuser lassen sich mit geringen Heizkosten nutzen

Sowohl selbstgebaute Gartenhäuser mit Balkenrahmenkonstruktionen als auch fertig gekaufte Gartenhäuser im Blockbohlenbau lassen sich recht einfach in Eigenregie isolieren.

Balkengerüste sind meist außen verkleidet und können daher leicht von innen isoliert werden, indem man den Raum zwischen den Balken von innen mit einer Dämmschicht in Balkenstärke ausfüllt und die Balken dann von innen nochmals mit einer Wand – etwa aus Gips, Paneele oder Holzbohlen – verkleidet. Für den Boden bietet sich als beste Lösung an, ihn herauszureißen und auch unter den Bodendielen eine Dämmschicht zwischen die Trägerbalken zu legen. Aber auch auf einen bestehenden Holzboden kann isoliert werden und als Abschluss ist dann alles möglich, etwa Parkett, Laminat, Fliesen, Naturstein oder auch Bodendielen.

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Fliesen auf Trockenestrich wären zum Beispiel eine prima Möglichkeit, wenn Sie einen wasserfesten Abschluss anstreben, wenn Sie Ihr Gartenhaus für Ihre Wintersportaktivitäten oder winterliche Gartenpartys (ja, das gibt es und ist jede Menge Spaß) nutzen möchten.

Auch das Dach muss natürlich isoliert werden. Dies geschieht meist von unten, damit es nicht abgedeckt werden muss.

Nach einer Isolierung rundum, kann man das Gartenhaus dann gut als Dauerwohnsitz, etwa als Kinderzimmer, Gartenlounge, Atelier, Werkstatt, Hobbyraum, Fitnessraum oder auch einfach nur, um gemütliche Zeit in einem selbst eingerichteten und dekorierten Raum zu verbringen, nutzen.

Mögliche Heizarten für Gartenhäuser aus Holz

Da gibt es alle Möglichkeiten. Vom elektrischen Heizkörper über den Holzofen bis zum offenen Kamin. Auch Geothermie ist beliebt oder eine Gasheiztherme, die von Sonnenkollektoren unterstützt wird. Ein Kaminofen verbreitet romantisch den flackernden Feuerschein, während das Feuer hinter Glas sicher abgeschirmt ist.

Welche Aktivitäten sind möglich für Gartenhäuser aus Holz im Winter?

Vorausgesetzt, Sie haben Ihr Gartenhaus noch nicht einem bestimmten Zweck, wie Büro, Sauna oder ähnliches gewidmet oder Sie nehmen damit so wenig Platz weg, dass andere Nutzungen auch noch möglich sind.

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Richten Sie es sich einfach etwas gemütlich ein: Ein gemütlicher Sessel, ein Tisch, ein paar Kissen, ein paar Decken, vielleicht ein elektrischer Wasserkocher, mit dem Sie Tee zubereiten können oder Kakao, während Sie mit den Kindern in der Vorweihnachtszeit aus Materialien aus dem Garten, wie Kastanien, Fichtenzweigen, Tannenzapfen, Holzresten, Wurzeln. Hagebutten oder getrockneten Blüten Weihnachtschmuck basteln und hinterher ein paar Weihnachtslieder zur Gitarrenbegleitung üben. Oder wenn Ihren Gästen während der Lagerfeuerphase Ihrer Wintergartenparty doch zu frostig wird und sie sich mal in einem trockenen warmen Gartenhaus etwas aufwärmen möchten.

Nach dem Schneemann-Bauen im Garten und je nach Gefälle vielleicht dem Spaß auf der selbstgemachten Schlidderpiste wärmen sich die Kids dort bei einem heißen Kakao auf und kommen bei einer Runde Monopoly etwas zur Ruhe, bevor es zum Abendessen wieder ins Haus geht.

Falls Sie Ihre kleine Werkstatt im Gartenhaus eingerichtet haben, werden Sie sich vielleicht wundern, wie viel es zu basteln gibt und wie viel Spaß Kinder gerade im Winter auch ganz ohne elektronische Spielzeuge beim Selbermachen von allem möglichen: Schwerter, Pfeil und Bogen, Steinschleudern und vielem mehr haben können.

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Gerade während dieser langen und dunklen Zeit ist es wichtig, dass Kinder auch mal rauskommen, mithilfe der Gartenhäuser den Garten auch im Winter weiter als Raum zu Spielen wahrnehmen, mal kreativ werden und sich nicht zu sehr an die elektronischen Unterhaltungsgeräte als Freizeitgestaltung gewöhnen. Untersuchungen haben deren hemmende Wirkungen auf die Intelligenzentwicklung bei Kindern bereits bewiesen.

Kinder lernen, wenn sie mit den Händen, mit dem ganzen Körper etwas tun und den Spaß daran haben Sie auch als Erwachsener noch in den Knochen. Ein Grund mehr, Ihr Gartenhaus aus Holz für sinnvolle Aktivitäten zu nutzen.

Ein Gedanke zu „Bereiten Sie Ihr Gartenhaus aus Holz auf die Winteraktivitäten vor“

  • Nachdem die Winter in unseren Breitengraden ja nicht gerade kurz sind, haben wir bei unserer Gartenplanung auch sehr darauf geachtet, den Garten wintertauglich zu machen. Dieser Artikel trifft genau unsere Überlegungen damals, wirklich toll!

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